12ter Februar 2025, 19 Uhr, Holbornsches Haus, Rote Straße 34, Göttingen
Was hat unsere Geschichte mit dem Hier und Jetzt zu tun? Aus welcher Perspektive blicken wir auf sie und wie können wir die geschichtlichen Zusammenhänge deuten? Wir richten den Blick in die Vergangenheit, um den Zustand der gegenwärtigen Gesellschaft besser zu verstehen.
Wir schreiben das Jahr 1525 in dem Bäuer:innen, Handwerker:innen und Geistliche gegen Adel & Klerus aufbegehren und die berühmten „Artikel von Memmingen“ verfassen. Das Jahr 2025 nehmen wir zum Anlass, um unsere Auseinandersetzung mit den Entwicklungen der letzten 500 Jahre zu teilen und darüber ins Gespräch zu kommen.
Die Erneuerung der staatlichen Zivilisation und der Beginn der kapitalistischen Phase im 16. Jahrhundert stellen dabei in der Geschichte einen zentralen Bruch mit der demokratischen Gesellschaft dar. Die letzten 500 Jahre waren geprägt von schweren Kämpfen zwischen Gesellschaft und Herrschaft, Demokratie und Staat. Die Bäuer:innenaufstände 1525, Hexenverfolgungen, Kolonisierung, Militarisierung, der Untergang des Dorfes und die gegenwärtigen Probleme können hierbei nicht getrennt voneinander betrachtet werden.
Wir werden uns sowohl diesen Themen widmen, als auch den Blick für unsere widerständige und demokratische Geschichte schärfen. Um nicht nur in der Vergangenheit zu verharren, werden wir den Blick auch in die Gegenwart sowie in die Zukunft richten und darüber sprechen, wie das Wissen über die Vergangenheit uns bei aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen helfen kann.
Wir laden dazu ein, dem Vortrag zu lauschen und im Anschluss mit uns gemeinsam zu diskutieren. Die Inhalte des Vortrags sind ebenfalls in einem Buch festgehalten, das auf der Veranstaltung erworben werden kann.
